Positionspapier 2016

Der Vorstand des itSMF Österreich hat bei seiner Klausur im Dezember 2015 die zukünftige Positionierung des Vereines diskutiert und als Arbeitspapier das „Positionspapier des itSMF Österreich für 2016“ erstellt.

Die Basis unserer Überlegungen

Als sich Anfang dieses Jahrhunderts in Österreich auch langsam eine Community zum Thema IT Service Management formte, hatte die Basis aller unserer Ideen ITIL® bereits über 15 Jahre an Grundlagenarbeit in Großbritannien hinter sich. Die IT Infrastructure Library (ITIL) ist eine Sammlung von Best Practices in einer Reihe von Publikationen zur Umsetzung eines IT-Service-Managements (ITSM) und wurde zunehmend De-facto-Standard im Bereich IT-Geschäftsprozesse. In dem Regel- und Definitionswerk werden die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse, die Aufbauorganisation und die Werkzeuge beschrieben. ITIL orientiert sich an dem durch den IT-Betrieb zu erbringenden wirtschaftlichen Mehrwert für den Kunden. Die Idee dabei war die Planung, Erbringung, Unterstützung und Effizienz-Optimierung von IT-Serviceleistungen im Hinblick auf ihren Nutzen als relevante Faktoren zur Erreichung der Geschäftsziele eines Unternehmens zu betrachten.

Mittlerweile haben auch viele IT (Service) Provider in Österreich, egal ob mit interner oder externer Kundenfokussierung, bereits die dritte oder vierte Welle der Prozessreorganisation, und der meist damit verbundenen Toolimplementierung, hinter sich gebracht. Weltweit wurden bereits über 100.000 Personen darauf zertifiziert die Grundlagen von ITIL verstanden zu haben. Immer mehr Firmen lassen sich auch die fachgerechte Umsetzung der ISO/IEC 20.000 Norm zu Service Management zertifizieren.

Stetig ist die Veränderung

Als 2007 die dritte Version von ITIL publiziert wurde, begann in unserer Community die Diskussion über die Sinnhaftigkeit, Anwendbarkeit und Relevanz der einzelnen Prozesse, Rollen und Funktionen von Vorne und noch stärker. Seit 2011 haben wir die aktuellste Version der Bücher auf dem Tisch, und versuchen sukzessive alle Themen abzuarbeiten.

Doch nicht nur das Management der Services verändert sich stetig, sondern auch die zu erbringenden Services selbst sind in starkem Umbruch. Vor 15 Jahren hatten die offenen Systeme gerade einen Höhepunkt erreicht. Die Anzahl der Systeme explodierte, die Anzahl der Anwendungen wurde immer unbeherrschbarer und die IT versuchte sich noch immer als „Geheimwissenschaft für Experten“ zu verkaufen.

Heute sind die Anforderungen andere, denn die User (die nennen wir noch immer so) wollen jederzeit (always on), von überall aus (mobility), mittels jedes ihrer Geräte (byod) auf einfach verständliche (consumerization) Services zugreifen, die ständig neue Features ohne großartige Wartungsfenster und Upgradeprozeduren (continous delivery, devops) bieten. Dass diese Services sicher sein sollen (security) und die persönlichen Daten schützen (privacy), versteht sich von selbst. Vieles was früher das Kerngebiet jeder internen IT Organisation war, kann heute ein anderer (service provider) besser und billiger- weil standardisierter (commodity)- von überall aus (cloud) liefern. Die wahren Werte der Informationen stecken in deren Verknüpfungen. Und das natürlich zu den schon beschriebenen Bedingungen (big data).

Dass wir das alles leisten können, und dabei die Grätsche zwischen Kosten, Qualität, Risiko und Compliance nicht übersehen (cobit) ist selbstverständlich,  und natürlich auch nachzuweisen (IKS & iso audit).

Unser Fokus

Um unsere Unternehmen, für die wir arbeiten, gesamthaft unterstützen zu können, müssen wir also auch das „Was“ verstehen, um das „Wie“ optimieren zu können. Wir sind daher gefordert in allen unseren Betrachtungen neben unserer Kernkompetenz Service Management auch die folgenden Kompetenzbereiche zu betrachten:

  • Service Information Management
  • Service Sourcing und Service Integration
  • Service Automation
  • Service Excellence
  • Service Governance
  • Service Commoditization

Als Arbeitsbasis dazu haben wir für unsere Gemeinschaft daher folgendes Positionspapier verfasst:

itsmf.at positionspapier 2016ff

Ihr Beitrag

Kommentare, Kritik, Ergänzungen und Mitarbeit jeder Art ist herzlich willkommen, denn IT Service Management ist eine sehr dynamische Disziplin, und wichtiger denn je.

Posted in news.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*